Gewaltprävention - Mobbing

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IV. Mobbing

Was ist Mobbing?

Man spricht von Mobbing, wenn folgende Merkmale auftreten:
1. Ein Konflikt hat sich verfestigt.
2. Von zwei Konfliktparteien ist eine unterlegen.
3. Diese Person wird häufig und über eine längere Zeit angegriffen oder drangsaliert.
4. Diese Person hat kaum die Möglichkeit, sich aus eigener Kraft aus ihrer Situation zu befreien.
(vgl. H. Kasper, Schülermobbing, AOL Verlag, 2006)

 

Mögliche Maßnahmen bei Mobbing

1. Die Antibullying- Strategie

Bei diesem Anti- Mobbing- Verfahren steht das Opfer im Mittelpunkt der Konfliktlösung, nicht der Täter. Opfer und Täter äußern sich schriftlich zum Vorfall. Eine Lehrerin/ ein Lehrer protokolliert die Gespräche mit Opfer und Täter. Die Eltern erhalten die Kopien der Berichte und beziehen schriftlich Stellung zum Vorfall und zur Art des Umgangs der Schule mit dem Konfliktfall.

2. Coolness-Training für Klassen (siehe oben)

3. Beratung und Mediation bei schwierigen Konflikten

Bei besonders schwierigen Konflikten zwischen Schülern, bei Mobbing sowie bei besonders belastenden Problemen zwischen Eltern und Kind bietet Frau Smolka Mediationsgespräche an. Außerdem werden entsprechende Kontaktmöglichkeiten mit außerschulischen therapeutischen oder sozialpädagogischen Einrichtungen aufgezeigt.

Was können Sie als Eltern tun, wenn Ihr Kind gemobbt wird?

  • Lassen Sie sich erklären, was seit wann passiert ist und welche Personen beteiligt sind.
  • Stärken Sie Ihr Kind dahingehend, dass es nicht an seiner Person liegt, wenn es gemobbt wird.
  • Fragen Sie Ihr Kind nach Vertrauenspersonen, z.B. KlassenlehrerIn oder VertrauenslehrerIn an der Schule.
  • Nehmen Sie Kontakt zu dieser Person auf oder ermutigen Sie Ihr Kind, selbst Kontakt aufzunehmen
  • Fördern Sie Kontakte Ihres Kindes zu Gleichaltrigen.
  • Erkundigen Sie sich ggf. nach Selbstbehauptungstrainings.

Was sollten Sie auf keinen Fall tun?

  • Stellen Sie die beteiligten MitschülerInnen nicht selbst zur Rede.
  • Sprechen Sie nicht mit den Eltern der beteiligten Mitschüler über die Vorkommnisse. Selten gelingt auf diesem Weg eine Klärung. Häufig enden solche Gespräche in gegenseitigen Schulzuweisungen.

Was können Sie tun, um Mobbing innerhalb der Klasse Ihres Kindes zu verhindern?

  • Stärken Sie Ihr Kind dahingehend, sich nicht blindlings Meinungsführern in der Klasse anzuschließen.
  • Erklären Sie Ihrem Kind die persönliche Verantwortung für das Mitmachen oder Zuschauen bei Mobbing in der Klasse.
  • Stärken Sie die Empathiefähigkeit Ihres Kindes.

Georg Schrott, Judith Smolka