Der Ungarnaustausch findet schon seit vielen Jahren zwischen dem Gyho und dem Jedlik Gymnasium in Budapest statt. Letztes Jahr wurde dieser von Herrn Mondry geleitet, aktuell von Frau Schinke. In diesem Artikel werde ich über meine Erfahrungen dort berichten.
Als erstes kam der Austauschschüler für 10 Tage zu uns nach Deutschland. Wir hatten zuerst ein Wochenende frei, an dem wir uns erstmal kennenlernen konnten. Mit noch zwei anderen, die schon seit Jahren den Austausch begleiteten und es dieses wieder taten, besuchten wir das Bergbaumuseum, da es einen Teil von der Vergangenheit des Ruhrgebiets wiedergab und somit auch den Ungarn einen Einblick in das Ruhrgebiet gab.
Den nächsten Tag haben wir an der Ruhr mit Minigolfen und später mit einem Stadtbummel verbracht. Das Schokoladenhaus in Köln hat uns allen nicht so sehr gefallen, da die Mitarbeiter unfreundlich waren und es sehr in die Länge gezogen wurde. Definitiv nicht zu empfehlen. Das Highlight hat das allerdings wieder gut gemacht, der Movie Park. Da es donnerstags war, waren fast keine Besucher da und dadurch gab es auch nie Wartezeiten und man konnte die Zeit mehr genießen als wenn es voll mit Menschen wäre. Zwischendurch hatten wir auch noch drei Tage Schule und eine Stadtführung durch Hattingen, bei der ich selbst noch vieles über unsere Stadt gelernt habe. Dann war die Zeit in Deutschland aber auch schon vorbei.
Fünf Monate später begann unsere Erfahrung in Ungarn, genauer gesagt in Csepel, ein Vorort von der Hauptstadt Budapest. Nach einem kurzen Flug von Düsseldorf, sind wir in Budapest gelandet und sind dann mit unseren Austauschschülern nach Hause gefahren. Am ersten Tag stand eine Donauschifffahrt und eine Dombesichtigung auf dem Programm. Danach haben wir uns an dem Jedlik Gymnasium getroffen. Das war eine unfassbar schöne, aber auch moderne Schule. Von dort sind wir dann nach Budapest gefahren und haben eine 2-stündige Schifffahrt über die Donau gemacht. Das war für einen ersten Eindruck dieser Stadt sehr praktisch. Nachdem wir wieder im Hafen waren, haben wir den uralten Dom besucht. Dienstags gab es einen Tagesausflug nach Györ, wo wir das größte Audiwerk Europas besucht haben. Auch das war ein einzigartiges Erlebnis, was man wahrscheinlich nicht so schnell wiederholt. Abends haben wir dann auch noch einen Tierpark besucht. Allerdings waren den Besitzern das Wohl der Tiere leider vollkommen egal. Deswegen fanden wir den Besuch relativ unnötig und unpassend. Später gab es dann noch einen Stadtbummel und abends sind wir dann zurück nach Csepel gefahren.
Der nächste Tag war ein Schultag mit einem freien Nachmittag. Wie in Deutschland gab es auch in Ungarn eine Stadtbesichtigung, die war allerdings etwas länger und ganz anders. Freitags gab es dann nochmal einen Tagesausflug nach Visegrad mit Burg Besichtigung und Sommerrodelbahn. Das Wochenende konnte man selbst gestalten. Wir waren z.B. in einer Flipperhalle. Der letzte Tag hatte eine Parlamentsbesichtigung und einen Stadtbummel zu bieten. Abends sind wir dann so gegen 20.00 Uhr in Düsseldorf gelandet. Und damit war der Austausch leider schon vorbei. Alles in allem würde ich jedem empfehlen, am Austausch teilzunehmen und sich selbst ein Bild davon zu machen. Für mich war es auf jeden Fall ein Unvergessliches Erlebnis.
Jan (Schüler)


